IBM Forschungspreis geht an die TU Darmstadt

Förderung der computergestützten Textanalyse in der Informatik

Der Fachbereich Informatik der Technischen Universität Darmstadt hat den mit 24.000 US-Dollar dotierten und weltweit ausgeschriebenen Unstructured Information Management Architecture (UIMA) Innovation Award erhalten. Mit dem Preis unterstützt IBM den Aufbau einer frei zugänglichen Sammlung von Programmen zur computergestützten Textanalyse.

Ausgezeichnet wurde die von Professorin Iryna Gurevych und Professor Max Mühlhäuser gemeinsam geleitete Arbeitsgruppe „Ubiquitous Knowledge Processing“ (UKP Lab) für ihre Forschung im Bereich der Verarbeitung und des Verstehens menschlicher Sprache mit Computern (Natural Language Processing).

Mit den von den Wissenschaftlern entwickelten Programmen können Textinhalte von Computern automatisch erkannt, analysiert und bestimmten Themengebieten zugeordnet werden. Das Angebot soll weltweit zur freien Nutzung in der Forschung zur Verfügung stehen und der Gewinnung von Wissen aus unstrukturierten Texten im „Web 2.0“ dienen. Viele bislang aufwändige Schritte bei der Entwicklung von Natural Language Processing-Systemen werden mit dem „Darmstadt Knowledge Processing Repository“ wesentlich vereinfacht. Neue Erkenntnisse können schneller und effizienter gewonnen werden.

„IBM will mit diesem Forschungspreis die richtungsweisenden Arbeiten der Darmstädter Informatiker unterstützen. Die Förderung von praxisorientierten Projekten in der Wissenschaft ist ein zentrales Anliegen der IBM – und eine wichtige Investition in unsere Zukunft“, erklärt Erwin Jung, Leiter IBM Wissenschaftsbeziehungen. Jährlich investiere das Unternehmen weltweit etwa 50 Millionen US-Dollar in die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten, um qualifizierten Nachwuchs zu sichern und gemeinsam Spitzenforschung zu betreiben.

Siehe auch Forschung

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